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Leseprobe für das Buch Gottfried Kirchhoff 1685 - 1746 Komponist und Organist
Ein Mühlbecker kreuzt die Wege von Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach
von Dr. phil. Gernot Maria Grohs & Klaus Kreth:

Vorwort Der mitteldeutsche Raum kann auf eine reichhaltige Musikgeschichte zurückblicken. Komponisten wie Samuel Scheidt (1587-1654), Johann Hermann Schein (1586-1630), Heinrich Schütz (1585-1672), Augustin Reinhardt Stricker (ca. 1670-ca. 1720), Andreas Hammerschmidt (1611/12.-1675), Johann Sebastian Bach (1685-1750), Georg Friedrich Händel (1685-1759), Georg Philipp Telemann (1681-1767), Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784), Daniel Gottfried Türk (1756-1813) und andere bedeutende und weniger berühmte Musiker lebten und wirkten in dieser Region zwischen Magdeburg, Dresden, Görlitz, Zittau, Leipzig, Halle und Zeitz. Die Reihe der oben genannten ließe sich um einiges fortsetzen mit Tonschöpfern und Musikern, die heute nicht so bekannt sind, aber zu ihrer Zeit nachhaltig die örtliche Musikgeschichte beeinflussten. Einer dieser in unserer Zeit fast vergessenen Komponisten ist der am 15. September 1685 in Mühlbeck geborene Gottfried Kirchhoff. Sein Geburtsjahr fällt mit dem von Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach zusammen. Er war Nachfolger seines Lehrers Friedrich Wilhelm Zachow (1663-1712) als Organist der Marktkirche in Halle/Saale, und hatte durch seine Vielseitigkeit als Komponist maßgeblichen Anteil an der Weiterentwicklung der Musikkultur in dieser Stadt. Im Sammelwerk 'Das Erbe Deutscher Musik', Nummer 35, 1927, sind zwei Kantaten von Gottfried Kirchhoff veröffentlicht. Prof. Dr. Walter Serauky würdigte in seinem Buch 'Musikgeschichte der Stadt Halle' ausführlich das Wirken Gottfried Kirchhoffs. Die Betrachtung seines Lebens und Wirkens zeigt, dass Kirchhoffs wenige erhaltene Werke zum bewahrenswerten kulturellen Erbe zu zählen sind. Der Musikforscher Julius August Philipp Spitta schreibt in der Enzyklopädie 'Allgemeine deutsche Biographie', Leipzig 1882, an deren Entstehung er als Mitarbeiter beteiligt war, etwas überschwänglich über den ehemaligen Mühlbecker Bauernjungen: 'Was er leisten konnte, hat K. in seinen Choralbearbeitungen für die Orgel gezeigt, deren uns Joh. Gottfried Walther in seinen handschriftlichen Sammlungen von Orgelchorälen eine Anzahl erhalten hat. In ihnen vereinigt sich ungewöhnliche contrapunktische Gewandtheit mit so viel Geschmack und Geist, daß man K. unter die hervorragenden Orgelcomponisten aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zählen muß.' Ein Porträt oder anderes Bild dieses Komponisten ist nicht auffindbar. Leipzig/Mühlbeck im Juli 2004 Dr. phil. Gernot Maria Grohs, Klaus Kreth