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Leseprobe für das Buch Um Himmels willen, gebt die Erde nicht auf - Schwerter zu Pflugscharen von Harald Bretschneider:

Inhalt

Grußwort des Landesbischofs i.R. Jochen Bohl
Vorwort

1. Um Himmels willen, gebt die Erde nicht auf 17
– autobiografische Skizzen zur Kindheit und Jugendzeit, von Gottes Bewahrung, Führung und Geleit

2. ... der Himmel beginnt seinen irdischen Lauf 35
– die praktische und geistliche Arbeit in der Kirchgemeinde Wittgendorf

3. Um Gottes willen, habt auf das Menschliche acht, ... 47
– über die 12-jährige Tätigkeit als Landesjugendpfarrer

4. ... Gott ist der Mensch, der uns menschlicher macht! 127
– soziale und missionarische Arbeit als Direktor des Diakonischen Werkes – Stadtmission Dresden

5. Dem Himmel (k)ein Stück näher 140
– die Berufung und Arbeit als Oberlandeskirchenrat im Landeskirchenamt

6. 'Himmlische Ruhe'und Ruhestand - 235
'Meine Zeit steht in deinen Händen.'(Psalm 31,16) und 'Herr, du bist unsere Zuflucht für und für. Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.'(Psalm 90,1+12)

7. Angehängte Dokumente 290

Grußwort des Landesbischofs i.R. Jochen Bohl

Bewegte Zeiten schildert Harald Bretschneider in seinen autobiographischen Skizzen, ein Christenleben in der DDR und in den Umbrüchen nach der Zeitenwende von 1989/90; lastende Jahre unter dem Druck eines der Kirche feindselig gegenüberstehenden Staates, dann die neuen Möglichkeiten der Gestaltung des kirchlichen Zeugnisses im demokratischen Rechtsstaat. Die Marxisten wähnten unter den Bedingungen des Sozialismus 'die Machtfrage geklärt'und meinten die Staatssicherheit durch Repression und Unterdrückung gewährleisten zu können, verkannten aber den Behauptungswillen und die Unabhängigkeit widerständiger Christinnen und Christen. Mehr als 60 informelle Mitarbeiter des Stasi waren auf ihn angesetzt, aber 'Gottesfurcht befreit von sklavischer Unterwerfung...macht unabhängig von inneren und äußeren Zwängen und lässt die wirklichen Machtverhältnisse besser erkennen'. Harald Bretschneider erzählt von der Freiheit eines Christenmenschen, der niemandem untertan ist, und zugleich bereit seinen Mitmenschen zu dienen. 'Schwerter zu Pflugscharen'ist eine, aber nicht die einzige Aktion von großer Wirkmächtigkeit, aus der man lernen kann, wie der Glaube Orientierung stiftet und die Kraft gibt, dem als wahr erkannten zu folgen. Später dann die herausfordernden Aufgaben als Direktor der Dresdner Stadtmission und sächsischer Oberlandeskirchenrat und die Möglichkeiten, der Kirche neue Arbeitsgebiete zu erschließen, im Geist des Evangeliums Weichenstellungen für die Zukunft vorzunehmen. Die Zahl der Mitarbeiter verzehnfachte sich nahezu in den 7 Jahren seiner diakonischen Leitungstätigkeit, in denen ein Bauvolumen von 100 Mio. DM umgesetzt wurde. In kirchenleitender Verantwortung war Harald Bretschneiders Thema das Leben aus der Gottesfurcht auch in dem weiten und oft unübersichtlichen Raum der Freiheit, unter den Vorzeichen von Individualisierung und Glaubensverlust. So hat er die Konzeption von der 'Kirche in der Mitte der Gesellschaft'insbesondere in der Bildungsarbeit mit Energie und Tatkraft verfolgt; heute gibt es in Sachsen 54 Evangelische Schulen und 280 Kindergärten. Die Skulptur 'Stein der Weisen', sein erstes Ruhestandsprojekt, bringt auf den Punkt, was für Harald Bretschneider zentral war, wie auch immer die Umstände sich gestalteten – die Orientierung an den 10 Geboten und den verheißungsvollen Seligpreisungen Jesu. 'In solch bewegenden Zeiten ist es gut, einen Anker zu haben, der uns die Möglichkeit gibt, auch zukünftige Geschichte zu entschlüsseln', schrieb der sächsische Landesjugendpfarrer im August 1990 in seinem Abschiedsbrief an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jungen Gemeinden. Ja, möchte man angesichts dieser Lebensgeschichte sagen, wie gut ist es, sich in dieser verwirrenden Welt und unter dem Druck ihrer Verhältnisse mit einer klaren Glaubenshaltung bewegen und orientieren zu können. Von Gottvertrauen und Mut erzählen die Erinnerungen aus den sechs Lebensabschnitten gleichermaßen, und wie in allem die Hoffnung durchträgt, zu der diejenigen berufen sind, die auf Christus sehen und ihm nachfolgen. Denn was auch immer geschehen mag, mit unserer Geschichte sind wir umgeben von der Liebe Gottes. ER gibt die Erde nicht auf.

Jochen Bohl, im Januar 2016

Vorwort

'Um Himmels willen'und 'um Gottes willen'sind oft auch von Nichtchristen gebrauchte Redewendungen. Ein Kanon besingt klug: 'Um Himmels willen, gebt die Erde nicht auf; der Himmel beginnt seinen irdischen Lauf. Um Gottes willen, habt auf das Menschliche Acht. Gott ist der Mensch, der uns menschlicher macht.'

Diese Redewendungen lassen ahnen, dass menschliches Handeln im Horizont eines Handelns eingebettet ist, über den der Mensch nicht verfügt. Es ist das Handeln des Himmels in Form von 'Zufällen'. Mitunter handelt es sich um schwer verkraftbare Schicksalsschläge. Manchmal prägen Zufälle wunderbar das ganze Leben. Seit meiner Errettung aus den Trümmern des zerstörten Wohnhauses am 13. Februar 1945 bis zur Initiierung der Friedensdekade 1980 mit dem Lesezeichen 'Schwerter zu Pflugscharen'konnte ich auf Vorgaben reagieren, die Gott als letztliche Ursache aller Wirkungen gefügt hat. So ist der Name 'Jahwe'übersetzbar, mit dem sich Gott in der Bibel dem Mose offenbart hat. (2. Mose 3,13) 'Jahwe'bedeutet: 'Ich werde sein, der ich sein werde.'Oder: 'Ich wirke als der, als der ich schon immer gewirkt habe.' Damit ist der Titel dieses Buches erklärt.

Trotz vieler Bitten habe ich bisher gezögert, eigene biografische Erinnerungen und sich einmischende Wortmeldungen nachträglich zu veröffentlichen.

Nun hat mich der Manuela Kinzel Verlag ermutigt, in einer autobiografischen Skizze von Gottes Geleit und Bewahrung zu erzählen, der Weggefährten dankbar zu gedenken und einige Tätigkeitsberichte als Landesjugendpfarrers zu dokumentieren. Sie sollen helfen, an die Vergangenheit zu erinnern, in der Gegenwart verantwortlich zu handeln und mögliche Auswirkungen auf die Zukunft zu erspüren. Es lohnt, authentische Worte aus konkreter Zeit zu bedenken. Meine Erfahrungen aus der Zeit vor, während und nach der Friedlichen Revolution verpflichten mich zu dankbarer und zugleich kritischer Bestandsaufnahme. Die Erinnerungen nötigen weder die Bedeutung von Buße als Besinnung zur Umkehr und zum Umdenken zu vergessen, noch Gottes Güte in den Zufällen des Zusammentreffens geschichtlicher Ereignisse zu übersehen. 'Schwerter zu Pflugscharen'stammt aus einem Bibelwort, das die Diktatur ins Wanken brachte. Das ermutigt, dem biblischen Wort auch gegenwärtig zu vertrauen. Gottes Wort erfüllt mich mit dankbarer Freude über die Freiheit und Einheit unseres Landes. Es ermahnt mich aber zu wacher Aufmerksamkeit. Es hilft zur Welt erhaltenden und Wert schöpfenden Sinnorientierung. Lohnend ist zu bedenken, was in 2. Chronik 7,14 steht:

'Wenn dann mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören, ihre Sünde begraben und ihr Land heilen.'