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Leseprobe für das Buch Sprechstunde Demenz
111 Fragen & Antworten
von Marion Jettenberger:

VORWORT

Liebe Leser und Leserinnen, liebe Betroffene, Angehörige und Interessierte,
die Häufigkeit von Demenzerkrankungen wird in den kommenden Jahren deutlich zunehmen, auch weil die Anzahl älter werdender Menschen in der Gesamtbevölkerung weiter steigen wird. Das Thema Demenz tritt mehr und mehr aus der Tabu-Ecke unserer Gesellschaft hervor, die Medien berichten vermehrt und trotzdem gibt es noch viele falsche Informationen und Irrtümer. Was uns alle die Erkrankung Demenz so fürchten lässt, ist die Tatsache, dass die eigene Identität Schritt für Schritt schwindet und sich die Persönlichkeit des Betroffenen sowie dessen allgemeines Verhalten verändert. Menschen mit Demenz und deren Angehörige haben deshalb viele offene Fragen und Ängste wie beispielsweise: Was geschieht hier mit mir? Was wird noch alles kommen? Was ist, wenn ich meine eigenen Kinder nicht mehr wiedererkenne? Was ist, wenn ich nicht mehr weiß, wer ich selbst bin? Was ist, wenn ich die Pflege und Betreuung meiner Mutter nicht mehr alleine stemmen kann? Darf ich Mutti einfach ins Heim geben? Ich kann einfach nicht mehr rund um die Uhr auf Vati aufpassen - was nun? Hat mein Vater Anspruch auf bezahlte Pflege und Betreuung? Wohin muss ich mich wenden? In dem Buch 'Sprechstunde 111 Fragen und Antworten' haben wir Antworten und Fragen rund um die Demenz für Sie zusammengestellt, die uns in unserer Beratungspraxis tagtäglich gestellt werden. Wir wollen so eine erste Orientierung vermitteln. Denn das wichtigste ist, informiert zu sein, weil man nur dann die Krankheit gut bewältigen und begleiten kann. Viele Fragen sind deshalb mehrfach, manchmal auch nur noch einmal aus einem anderen Blickwinkel gestellt. Wichtige Information und Hinweise wie zum Beispiel 'Hier Bedarf es einen Facharzt!' sind immer wieder an entsprechender Stelle und somit bewusst mehrfach aufgeführt. Was mir noch wichtig ist: Auch wenn ich 'Sprechstunde Demenz - 111 Fragen & Antworten' sorgfältig erstellt habe, erhebe ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Mir ist bewusst, dass es gerade beim Thema Demenz noch X-Tausende von Fragen geben wird, vielleicht entsteht irgendwann ein weiteres Buch. Schreiben Sie mir also gerne noch offene und fehlende Fragen an meine Mail-Adresse:
sprechstunde111fragen@gmail.com

Von Herzen alles Gute für alle Betroffenen & Ihre treuen Wegbegleiter!
Ihre Marion Jettenberger



EINS
Was ist Demenz?

Demenz ist der Überbegriff für viele verschiedene Erkrankungen. Die bekannteste Erkrankung ist dabei der Morbus Alzheimer, benannt nach dem Entdecker der Erkrankung, dem Psychiater Alois Alzheimer. Häufig werden die Begriffe Demenz und Alzheimer durcheinander geworfen und vermischt. Demenz ist, vereinfacht ausgedrückt, eine chronisch fortschreitende degenerative Veränderung der Gehirnzellen, wodurch vor allem Fähigkeiten wie: sich Erinnern können, das Erkennen von Dingen, das Denken, Schlussfolgern und Urteilen Stück für Stück verloren gehen. Übersetzt aus dem lateinischen bedeutet Demenz: 'Fehlen des Ver-standes'. Ein selbstständiges Leben für betroffene Menschen mit Demenz ist mit Fortschreiten der Erkrankung meist nicht mehr möglich.
Weiter verändern sich auch die zwischenmenschlichen Verhaltensweisen, sodass häufig von einer Veränderung der Persönlichkeit gesprochen wird. Lesen Sie hierzu auch noch nachfolgende Frage 3.


ZWEI
Was sind beobachtbare Symptome einer Demenz?

Anfänglich sind die Symptome häufig wenig spektakulär, so dass man es nicht selten auf den normalen Alterungsprozess 'der wird langsam bisschen schusselig' schiebt. Wichtig scheint mir, nicht jede Vergesslichkeit im Alter ist gleich eine Demenz. Um dies genauer einschätzen zu können, müssen wir uns die Symptome genauer ansehen. Grob lassen sich die Symptome in Gedächtnisstörungen, Verhaltensstörungen und Wesensänderung einteilen. Gerade Verhaltensauffälligkeiten wird heute noch zu wenig Beachtung geschenkt und diese häufig nur als alterstypisches 'grantig sein' und somit als 'normal' abgetan. Doch hinter Unruhe, Aggressivität, Schimpfen und Schreien verbirgt sich nicht selten eine Demenz. In der nachfolgenden Frage 3 bekommen Sie noch einen tieferen Einblick, welche Fähigkeiten bei der Demenz betroffen und dadurch eingeschränkt sind.