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Leseprobe für das Buch Theater im Bahnhof Rechberghausen e.V. 25 Jahre 1988-2013 von Herausgeber: Theater im Bahnhof Rechberghausen e.V, Theater:

Der Bahnhof von Rechberghausen
Schon im Jahr 1907 begannen die schwierigen Bauarbeiten zur Hohenstaufenbahn. Am 14. Mai 1912 wurde die Strecke dann eröffnet. In dieser Zeit wurde auch der Bahnhof in Rechberghausen gebaut.
Ursprünglich sollte der Bahnhof weiter nördlich im Bereich des Ortkerns unterhalb der Staufenstraße am Burgholz entstehen. Doch dort wäre er zu nahe am dann zusätzlich geplanten Bahnhof Adelberg/Börtlingen gelegen und wurde umgeplant.
Der Bahnhof in Rechberghausen liegt bei Streckenkilometer km 22,39 und genau 329,6 m ü. NN (über dem Meeresspiegel). Der Bahnhof hatte zu Betriebszeiten fünf Weichen, ein Kreuzungsgleis und drei Gütergleise. Ab 1956 wurde auf ein elektrisches Stellwerk umgestellt.
72 Jahre lang fuhr zwischen Filstal und Remstal das 'Josefle' oder 'Klepperle' und transportierte Güter und Personen. Bis 1967 fuhren sogar noch Dampfzüge. Später dann Dieselloks und Schienenbusse...

25 Jahre Theater
In unserer 25-jährigen Vereinsgeschichte hat sich auch noch so einiges getan. In der Hauptsache haben wir es geschafft, das Theater in all den Jahren regelmäßig und ohne Unterbrechung zu bespielen und uns damit zu einem festen Teil im Kulturkalender von Rechberghausen und der Umgebung zu machen. Die vielen, vielen Aufführungen sind auf den folgenden Seiten detailliert aufgeführt...

Auch innerhalb der Gemeinde hat unser Verein immer wieder mitgewirkt: Außer unserem regelmäßigen Kulturprogramm im eigenen Haus gab es z.B. eine Mitwirkung am Jubiläum der Gemeinde 1995 und an der Gartenschau 2009. Auch an kleineren Veranstaltungen wie z.B. dem Weihnachtsmarkt sind wir vertreten, außerdem gibt es regelmäßig einen Tag der offenen Tür bei uns im Haus.
Auch ganz besondere schauspielerische Leistungen wurden in den vergangenen Jahren immer wieder gewürdigt. Zum Beispiel wurde Brigitte Schilling für ihre Rolle im 'Heiligs Blitzle' mit dem Theaterpreis 'Oskarle' ausgezeichnet. Karin Hoyer bekam für ihr großes Engagement für den Verein die Ehrenmedaille des Landes Baden-Württemberg überreicht.

Anekdote * Der Kontrabass
Eine Aufführung von 'Der Kontrabass' musste ausfallen, weil der Hals des Kontrabasses abgebrochen war und geleimt werden musste. (RK)

Anekdote 2 * Der Entaklemmer
Die Geschichte um den geizigen Herr Knaup, der dafür sorgt, dass 'dr Wei, der uff da Disch kommt, vorher mit reichlich Sauerwasser verdünnt wird, no wird nemlich aus oiner Flasch leicht mol zwoi' und der 'au sonsch so p’häb isch, dass er ’s steahla schier et verheba ko'.
Die Entaklemmer-Inszenierung hatte meines Wissens die längste Spieldauer in der Geschichte unseres Theaters. Und war ein Publikumsliebling.
Auch war das Ensemble mit 10 (11) Personen sehr groß und sprengte fast die räumliche Größe unserer Bühne. Er wurde durch unseren Rolf Illg mit sehr viel Liebe zum Detail inszeniert und durch alle an dieser Produktion Beteiligten entsprechend liebevoll umgesetzt. Und unsere Zuschauer dankten uns daher auch immer mit begeistertem Applaus.
Bei einer Vorstellung allerdings hatte ein ganz besonderer Gast einen kurzen, überraschenden Auftritt.
Alles lief programmgemäß, es gab keine größeren Aussetzer oder Stolperer, (fast) jeder war textsicher, bis zu der sowohl beim Publikum als auch bei den Protagonisten allseits beliebte Streitszene zwischen dem Entaklemmer Knaupp und seinem Sohn Heiner. Die beiden standen sich gegenüber und lieferten sich ein lautstarkes verbales Duell, das ganz vorne an der Rampe ablief. Es ging darum, wer denn nun das Fräulein Marianne heiraten darf.
Justament in dem Augenblick, in dem der heftige Streit anfing, seilte sich unsere Hausspinne, vom Ensemble auch liebevoll Tante Hildegard genannt, ab und fand ihren Endpunkt exakt zwischen den Augen der beiden. Sie schaukelte an ihrem Faden sanft hin und her drehte sich bei Bedarf zu dem der grade was zu sagen hatte und schien ausgesprochen interessiert an dem Inhalt des Gespräches zu sein und das in vollem Scheinwerferlicht.
Pünktlich zum Ende des Gesprächs konnte man die Geschicklichkeit der Spinne nochmals bewundern. Flugs kletterte sie an ihrem Fädchen wieder nach oben und verschwand in den Soffitten.
Ob der Szenenapplaus, der folgte, nun der Spinne galt oder den tapferen Darstellern, die, ohne aus ihrer Rolle zu fallen, diese Klippe erfolgreich umschifften, blieb ungeklärt. (BS)