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Leseprobe für das Buch Die süße Maus Fidelius von Jutta Ritter:

Er blickt an sich herunter und sieht einen angefutterten Mäusespeck wie einen Schwimmring um den Bauch. 'Zu dick', denkt er, 'viel zu dick. Ich passe fast nicht mehr in mein Mauseloch.' Bestimmt würden ihn die Nachbarn auslachen, wenn sie sehen, wie er nicht mehr in seine Wohnung kommt. Auch hat er plötzlich Angst, nicht mehr schnell genug in sein Loch huschen zu können. Immerhin gehen die Feinde im Frühling besonders oft auf die Jagd, weil sie Kinder haben und für sie gutes Futter brauchen.

Fidelius beeilt sich, in die schützende Tonne zu kommen. Die meisten Nachbarn sind schon da und begrüßen ihn schmatzend. Keiner hat etwas bemerkt - allerdings wundern sie sich, dass der kugelrunde Fidelius zur Obstecke kommt. Nicht mal ein winziges Stück Schokolade gönnt er sich in dieser Nacht.

Bevor die Sonne aufgeht, machen sich alle auf den Heimweg. Nur Fidelius wartet noch ein Weilchen. Keiner soll sehen, wie schwer er in sein Mauseloch kommt. 'Ich muss es größer buddeln', sagt er sich. Als er allein ist und über den Tonnenrand klettert, kitzelt ein erster Sonnenstrahl seine Nase. Oh, es wird hell, die Greifvögel kreisen vielleicht schon! Jetzt aber fix!

So schnell, wie er gern möchte, geht es aber nicht mehr mit dem Flitzen. Sein Mausespeck macht ihm ganz schön zu schaffen. Trotzdem gibt Fidelius sein Bestes, er will ja nicht gefressen werden. Vor seinem Loch angekommen, beginnt er sofort zu buddeln, so dass ihm die Erde nur so um die Ohren fliegt. Doch da ist auch schon ein Schatten über ihm, der Schatten und der Luftzug von großen Vogelschwingen.

Als Fidelius sich umdreht, sieht er die scharfen Augen des Milans und einen riesigen gebogenen Schnabel auf sich zu stürzen. Er merkt gar nicht, dass er vor lauter Angst laut piepst, so dass die Nachbarn erschrocken ihre Näschen und Knopfaugen aus den Bauen stecken. Schnell verkriechen sie sich beim Anblick dieser Gefahr und können dadurch nicht mehr sehen, wie es Fidelius im letzten Moment noch schafft, in sein vergrößertes Loch zu schlüpfen. Nur sein Schwänzchen hat der große Schnabel noch gestreift.