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Leseprobe für das Buch Aus em Leba - Das Buch
Schwäbische Mundart
von Aquarelle: Thomas Wolf; Text: Hannes von Boll, Hannes:

’s Preisbenokla

Em Stammlokal, em Goldene Ochsa, bei Wei, Bier und Gsang,
send dr Hannes ond seine Freind zsamma ghockt an ganza Obend lang.
Karta hend se gspielt und a Preisbenokla om a lebigs Ferkel gmacht,
dr Metzger aus’m Ort hot’s gestiftet und glei im Krädda glei mitbracht.

Glück in der Liebe und beim Kartla au ganz viel,
dr Hannes gwinnt jedenfalls am Schluss des ganze Schpiel.
Er gwinnt damit dia kloina Sau und freut sich z’erscht ganz mächtig,
aber im nächschte Moment wird’r bereits still und sehr andächtig.

'Mensch i han jo gar koin Stall fürs Ferkele namens Rosalie,
aber i krieag des scho na, des klappt, beschtimmt, irgendwie.'
Und so zoddlet dia zwoi ganz lieab nebanander Heim,
links dr Hannes und rechts drneba d’Rosalie, des Schwein.

Der Hannes denkt sich nix dabei als’r Rosalie in d Wohnung mitbrengt,
und se oifachheithalber in dr Küche unter d Sitzbank nazwengt.
Plötzlich kommt sei Holde, ganz verschlofa, im Nachthemd und erschrickt,
se isch über sei großes Kartaglück nämlich gar ned arg entzückt.

'Do kann d’Sau jetzt bleiba, des isch doch en scheener Platz,
oder was moinscht du drzu, Hilde mei liaber Schatz?'
'A Sau dohanna? Ha, des schtenkt doch gewaltig, in meira Küche.
Des send ganz sicher ned emmer dia feinschte Gerüche.'

Er schwätzt uff se nei, s goht schließlich om d’Wurscht, oder besser om d’Sau.
'Liebe Hilde, jetzt nemms mit’m Haushalt doch bitte moal ned so genau.
Awa, des isch doch älles bloß halb so schlemmm, wo denkscht au nao,
dr Sau macht dr Gschtank bei ons drhoim nix aus, dia gwöhnt sich bestimmt au no drao.'


Mir kennet älles - außer Hochdeutsch!

Wo kommet denn die beschte Autos her?
Wo schteppt heit no dr 'Schteiff'-Teddybär?
Wo wenscht mr sich a guats Nächtle?
Ond omarmt dabei sei liebs Schätzle?

Wo flieagt denn heit no dr Zeppelin romm?
Wo isch mr a Gscheidle ond gar et domm?
Wo isch des Land der Dichter und Denker?
Hohenzollern, Barbarossa, Geschichtelenker?

Sag oifach im Südweschta,
dem Land, dem allerbeschta.
Du mei wunderscheens Heimatland,
geliebt und gformt von Schöpfers Hand.
Genießerland, dich lob ich mir,
’s gibt guada Wei ond guades Bier.
Du mei Heimatland!

Wo werdet Leit denn mit 40 gscheit?
Und anderswo ned (amoal) in Ewigkeit?
Wo trenkt mer am liabschta da oigne Wei
ond lässt vom Ausland gar koin Fusel rei?

Wo isch des Land, wo dr Neckar fließt,
wo mr Mauldascha und Kuttla isst?
Wo kommet denn die meischte Patente her,
Tüftler, Erfender ond noch viel mehr?

Wo schmeckt mr da Süda ganz direkt?
Nur im herrlicha Südweschta im Endeffekt!
Nur dort gibt’s Schpatza, handgschabt mit Soß
und ned bloß Päckla und Essa aus der Dos.


Wo werdet Trauba no von Hand eiglesa?
Wo sitzt mer anschließend zsamma im a Besa?
Wo isch a Viertele genau des rechte Maß?
Wo trenkt mer sein Trollinger aus’m Henkelglas?