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Leseprobe für das Buch Wege - Ziele - Entscheidungen
Mach endlich mehr aus deinem Leben
von Joachim Becker
:

Liebe Freundin, lieber Freund,

du bist dir noch nicht schlüssig, ob du mein Buch kaufen willst oder nicht? Nun, ein Buchkauf erfordert eine Entscheidung und Entscheidungen sind oft nicht leicht. Da hilft es manchmal, wenn man eine kleine Entscheidungshilfe bekommt, nicht wahr? Ich kenne natürlich nicht deine Motive, die dich veranlasst haben auf Buchsuche zu gehen. Ich nehme einfach einmal an, du willst dir etwas Gutes tun ... Wenn dies der Fall sein sollte, dann ist dieses Buch genau das Richtige für dich. Ich hab in meinem Buch ein paar Themen aufgegriffen, über die ich mit dir gerne diskutieren möchte. Es sind Themen, die uns alle in der heutigen Zeit beschäftigen und über die wir schon häufig mit allen möglichen Menschen diskutiert haben. Nach diesen Diskussionen war man sich allerdings meist nur über eines einig: Es muss sich etwas ändern. Denn ohne Veränderung gibt es keine Verbesserung. Dann aber folgte meist die bange Frage: Was kann ich als Einzelner ändern, kann ich alleine überhaupt etwas ändern?
Liebe Freundin, lieber Freund, du kannst etwas ändern. Fang einfach bei dir selbst an. »Schon wieder so eine Entscheidung« wirst du sagen. Aber überleg doch mal. Wird unser Leben nicht ununterbrochen von unseren Entscheidungen bestimmt? Und was erschwerend hinzukommt: Wir müssen für unsere Entscheidungen auch die Verantwortung übernehmen! Viele Menschen haben deswegen Angst vor Entscheidungen, weil sie Angst vor den Konsequenzen haben. Aber nicht zu entscheiden ist eben auch eine Entscheidung. Mit meinem Buch will ich dir Mut machen dich zu entscheiden und für deine Entscheidungen auch mutig die Verantwortung zu übernehmen. Lass uns gemeinsam den ersten Schritt machen zu deiner persönlichen Veränderung. Du wirst erleben, wie deine persönliche Veränderung zu der Verbesserung deiner Lebensumstände beiträgt, die du dir schon immer gewünscht hast.
Liebe Freundin, lieber Freund, du hast nun die Wahl: kaufen oder nicht kaufen. Egal, für was du dich entscheidest, es ist deine Entscheidung.

Zivilcourage

Liebe Freundin, lieber Freund, kannst du mir erklären, was eigentlich hinter der Klage über die mangelnde Zivilcourage steckt?
Wir Deutschen haben in den Nachkriegsjahren viel Tapferkeit und Aufopferung, Fleiß und Risikobereitschaft, Mut und Solidarität und bis zu einer gewissen Zeit auch Zivilcourage erleben dürfen. Es wäre jedoch eine zu naive Denkweise, diesen Mangel einfach auf persönliche Feigheit zurückzuführen. Ich behaupte, unsere mangelnde Zivilcourage ist auf einem schleichenden Prozess zu immer mehr Bequemlichkeit und einer permanenten Zunahme mangelnden Selbstbewusstseins und verloren gegangener Selbstsicherheit zurückzuführen.
Zur Zivilcourage gehört eine starke Selbstsicherheit. Sie zeigt sich in mutigen Stellungnahmen in der Öffentlichkeit und im tapferen Eintreten für seine Überzeugungen. Der selbstsichere Mensch hat ein Verantwortungsgefühl für sich und andere. Er sagt selbstbewusst seine Meinung und sieht nicht zu, wenn andere in Bedrängnis geraten.
Es gehört viel Mut dazu, einmal mit seiner Meinung allein zu stehen oder z.B. gegen einen Modetrend anzukämpfen, und nur das anzuziehen, was einem gefällt. Wie viele sind dagegen in ihrem Lebensstil von ihrer Umgebung so abhängig, dass sie lieber Schulden machen, als selbstbewusst ihren Verhältnissen entsprechend zu leben.
Wie viele richten sich einfach nach den anderen, traben ohne eigenes Nachdenken der Masse hinterher. Es fehlt ihnen an Mut, sich eventuell lächerlich zu machen oder einmal abgewiesen zu werden. Es fehlt ihnen an Selbstbewusstsein, ihre Meinung zu sagen, Farbe zu bekennen.
Manchen fällt es leichter, liebedienerisch den Rücken zu beugen und zu schmeicheln, anstatt Rückgrat zu beweisen. Wer kennt nicht Politiker, die lieber charakterlos sind als unpopulär.
Wer kein Selbstwertgefühl hat, nicht für seine Überzeugung eintritt, der ist innerlich schwach, eine arme Kreatur, auch wenn er mit dem teuersten Wagen vorfährt und sich gut in Wertpapieren und Börsenkursen auskennt.
Ich weiß, dass auch ich viel Mut brauchte in meinem Leben, um nur für meine Person allein Zivilcourage zu entwickeln. Denn bevor ich alles gelernt hatte, was ich heute weiß, bevor ich mir alle schweren Lasten der Lehren und Lektionen, die ich erfahren durfte oder musste, auf meine Schultern geladen hatte, war ich dem Schicksal gegenüber nur unzureichend gewappnet. Manchmal habe ich mir gewünscht, einen Lehrer zu haben, der mich auf die Schwierigkeiten des Lebens vorbereitet hätte oder mir sogar die eine oder andere Schwierigkeit aus dem Weg geräumt hätte. Es gab aber keinen Lehrer und so musste ich die Suppen, die ich mir selbst eingebrockt hatte, auch selber auslöffeln. Durch die vielen erbitterten Ringkämpfe und das andauernde Kräftemessen mit meinem Schicksal hab ich mir ein sicheres Selbstvertrauen aufbauen können, das mich gegen alle auftauchenden Schwierigkeiten um mich herum geschützt hat. So bewährt sich der wahre Mut, der sich nie durch fremde Einflüsse unterkriegen lässt.
Kein Ringkämpfer, der noch nie einen Kampf verloren hat, der noch nie grün und blau geschlagen wurde, kann den Mut aufbringen, sich immer wieder zum Kampf zu stellen. Der Kämpfer aber, der schon sein eigenes Blut hat fließen sehen, der schon Angst um seine Zähne und gebrochene Glieder hatte, der unter Faustschlägen niedergestreckt wurde, der das Gewicht seines Gegners auf seiner Brust lasten spürte und der dennoch den Mut nicht verlor immer wieder trotzig aufzustehen, um dennoch wieder niedergestreckt zu werden, dieser Kämpfer geht mit großem Mut und großer Hoffnung in seinen nächsten Kampf. Der Sieger wird zu Boden geschleudert, aber er steht immer wieder auf, und je öfter das Gewicht seines Gegners auf ihm lastet, desto beherzter springt er wieder auf und stellt sich seinem Gegner. Tapferkeit steigert sich und sie schämt sich auch nicht, fremde Hilfe anzunehmen.
Diese mutige Verhaltensweise beschreibt im Grunde, warum es erfolgreiche und erfolglose Menschen gibt. Im Laufe des Lebens bekommt jeder Mensch Steine in den Weg gerollt, über die er stolpert und die ihn zu Fall bringen. Der Erfolglose bleibt nach ein paar Stürzen einfach liegen und hadert mit seinem ausbleibenden Glück, welches der Erfolgreiche offensichtlich im Überfluss geschenkt bekommt. Es ist aber nicht das Glück, das den Erfolgreichen vorwärtsbringt, sondern sein Wille, immer wieder aufzustehen und die Stolpersteine nicht als unüberwindbare Hindernisse, sondern als Prüfungen für die Entwicklung seiner Persönlichkeit zu sehen.