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Leseprobe für das Buch Von Baden nach Berlin und nach Baden zurück
Kleine Geschichte der Familien Markert, Hinkelmann, Staeudlein und Zwach
von Jürgen Christ und Hannelore Christ-Markert:

Vorwort

Der Großvater meiner Frau Hannelore Christ-Markert, Karl Markert, wurde im Jahr 1875 in Heidelberg geboren, suchte sein Glück in Berlin und starb dort 1956 als pensionierter Kriminalbeamter. Seine Vorfahren stammten aus Unterbalbach, heute ein Ortsteil von Lauda-Königshofen im badischen Taubergrund. Die in Berlin geborene einzige Enkelin Hannelore Markert fand ihren Mann Jürgen Christ, den Verfasser dieser Zeilen, in Mannheim und blieb mit ihm und den Kindern im „Ländle“. Während der Verfasser in den Jahren 2010 bis 2012 mit freundlicher Begleitung seiner Frau die Geschichte der Müllerfamilie Christ aufschrieb, erwachte bei ihr zunehmend das Interesse, auch ihre eigene Familiengeschichte zu durchleuchten und das Wesentliche davon schriftlich festzuhalten. Nach der Veröffentlichung des „Christmüllerbuches“ in der 2. Auflage im Jahr 1913 lief es deshalb fast zwangsläufig auf mich zu, zur Familiengeschichte der Markerts und der mit ihr durch Heirat verbundenen Familien Hinkelmann, Staeudlein und Zwach zu recherchieren und einen Bericht zu entwerfen. Dass dies nur durch engagierte Mitwirkung meiner Frau gelingen konnte, versteht sich von selbst. Das Ergebnis dieser Kooperation ist die folgende Abhandlung.
Ihr Zweck ist wie bei dem Christmüllerbuch, noch vorhandene Daten und Geschichten der genannten Familien zu sammeln, in einen gut lesbaren Zusammenhang zu bringen und vor dem Vergessen zu bewahren. Wichtig war dabei auch die von meiner Frau besorgte Auswertung und Zuordnung der zahlreich vorhandenen Fotografien. Es entwickelte sich dabei ein Panorama von Familien, die ihre Lebensgrundlage ursprünglich in verschiedenen Handwerken (Zimmermann, Tischler, Schlosser, Schuhmacher) und zu einem Teil auch in der Landwirtschaft hatten. Im 20. Jahrhundert kamen Berufe im öffentlichen Dienst dazu, zum Beispiel als Ingenieur, Polizeibeamter oder Lehrer.
Wie überall in Deutschland spielten die Katastrophen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch in diesen Familien eine verhängnisvolle Rolle. Die beiden Kriege hatten Verwundung und Tod, Zerstörung von Wohnung und Eigentum und langjährige Kriegsgefangenschaft zur Folge. Wie die Eheleute Hans und Dorothea Markert geborene Staeudlein mit Mutter/Schwiegermutter Johanna und Tochter Hannelore im Jahr 1945 die Stunde null überlebt haben, und wie sie danach trotz jahrelanger Trennung das Leben wieder in den Griff bekommen haben, ist exemplarisch für die schlimme Nachkriegsperiode und verdient hohen Respekt.
In den 50er Jahren erlernte Tochter Hannelore das Tennisspiel und wurde zu einer sehr guten Tennissportlerin. Mit gesundem Ehrgeiz und einer Ausbildung als Graphikerin und Mode-Designerin gelang es ihr, 1958 das von der sowjetrussischen Besatzungsmacht eingeschlossene Berlin zu verlassen und beim Tennisclub Grün-Weiß Mannheim sportlich sowie bei einem dortigen Sport- und Modegeschäft beruflich Fuß zu fassen.
Im Jahr 1963 wurde Hannelore Markert meine Frau, und als Einzelkind stand sie nun auch vor der Aufgabe, sich in der großen Verwandtschaft der Christ-Familie zurechtzufinden. Das ist ihr vorbildlich gelungen. Wir sind zunächst im Badischen geblieben, dann von Berufs wegen nach Stuttgart gewechselt und leben seit 1974 in der Großen Kreisstadt Göppingen in Württemberg. Auch ihre Eltern, Hans und Dorothea Markert, zogen in unsere Nähe und verbrachten die Jahre des Ruhestands in Stuttgart und später in Göppingen. Was im badischen Bauland begann, endete – und setzt sich fort – im württembergischen Schwabenland.